In Serie produzieren – Wie geht das?

Wir haben jedes Jahr am Tag der Offenen Tür sehr viele Besucher im Bereich Technik. „Es wäre doch schön, wenn wir den Leuten auch ein paar unserer Werkstücke zum Kauf anbieten könnten“, regte ein Schüler im Technikunterricht der Profilgruppe Jahrgang 8 an.

„Tolle Idee!“ fand Techniklehrer M. Siering und griff gerne diese Idee auf, weil sie auch in den Lehrplan passte. „Wie kann man denn am besten in großen Stückzahlen produzieren?“ lautete die Ausgangsfrage.
Mit Begeisterung gingen die Schülerinnen und Schüler dieses Problem an. Nachdem man sich auf fünf verschiedene Werkstücke geeinigt hatte, musste man sich Gedanken über die Produktion machen. Jeder Gruppentisch sollte sein Projekt in Produktionsschritte „zerlegen“. Das bedeutete, dass jedes Werkstück in vier Einzelschritten hergestellt werden musste. Ganz am Ende der Produktionskette stand als letzter Schritt, das Färben der Werkstücke. Das sollte eine eigene Gruppe erledigen.

Die Arbeitsplanung (Werkzeuge, Verteilung der Arbeiten, Maschineneinsatz usw.) nahmen zunächst mehr Zeit in Anspruch, als man vermutet hatte. Dann ging’s los – anfangs noch etwas „ruckelig“, bis sich das Team eingespielt hatte. Bald lief die Serienproduktion „wie geschmiert“!

Mit großem Stolz blickte die Werkgruppe am Ende auf ihr Produktionsergebnis. Alle waren sehr zufrieden, so dass Herr Sierung mit einem Gruppenfoto den Erfolg im Bild festhalten konnte. Nun sind alle gespannt darauf, wie die Werkstücke bei den Besuchern am Tag der Offenen Tür ankommen.

Erster Jahrgang der TOB feiert seinen Abschluss

Es ist geschafft. Der erste Jahrgang der Sekundarschule Wiehl feierte in der Aula des Schulzentrums Bielstein seinen Abschluss. Unter dem Motto „Die Könige und Königinnen verlassen den Hof“ erlebten die Besucher in der prall gefüllten Aula einen bunten Spätnachmittag aus Musik, Tanz und treffenden Worten, bei dem die ganze Vielfalt der Sekundarschule auf die Bühne gebracht wurde. Die Schülersprecher Annabel Schumacher und Jan-Louis Dabringhausen führten souverän durch das Programm und berichteten in ihrer Rede, bei der sie sich gekonnt die Bälle zuspielten, von zahlreichen Anekdoten und Erlebnissen einer schönen Schulzeit. Besonders lobten sie die Möglichkeit gehabt zu haben, im Rahmen der Schülervertretung aktiv das Schulleben mit gestalten zu dürfen und griffen damit die Worte von Schulleiterin Anita Kallikat auf: “Ich freue mich, dass ihr euch mit einigen Vorschlägen auch konstruktiv gegen mich durchgesetzt habt“. Die aktive Schülervertretung ist heute ein etablierter und wesentlicher Bestandteil des Schullebens. Nicht nur deshalb würde der erste Jahrgang, der quasi die “Prototypen” der TOB stellte, einen besonderen Platz in der noch jungen Geschichte der Sekundarschule einnehmen.

Der Start einer neuen Schule vor sechs Jahren bedeutete für alle Beteiligten auch ein große Herausforderung, an der nicht nur die Schule in ihrer Größe sondern, auch Lehrerinnen und Lehrer und – wie im Ergebnis sichtbar – auch die Schülerinnen und Schüler, gewachsen sind. Von den 128 Schülerinnen und Schülern, die schließlich aus den Händen von Schulleiterin Anita Kallikat und ihren Klassenlehrerteams ihre Zeugnisse ausgehändigt bekamen, erhielten 54 Schülerinnen und Schüler die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Zu allen erfolgreichen Abschlüssen gratulierte im Namen der Stadt Wiehl der erste Beigeordnete Michael Schell. Er wies in seiner Ansprache darauf hin, dass nicht nur das jetzt ausgestellte Zeugnis den Erfolg der Schülerinnen und Schüler dokumentiert, sondern die vielen kleinen und großen erfolgreich bewältigten Schritte auf dem Weg dahin.

Bei ihrer Einschulung hatten alle jetzigen Absolventen noch einen unterschiedlich farbigen Luftballon zur Zuordnung in ihre Klassen bekommen. Zum Abschluss gab es passend für alle „Königinnen und Könige“ einen einheitlich goldenen, um die Gemeinschaft, zu der diese Stufe im Laufe ihrer Schulzeit wurde, zu verdeutlichen. Eingerahmt wurde die feierliche Zeugnisvergabe von einem von den Schülerinnen und Schülern mit gestaltetem Gottesdienst in der Kirche Oberbantenbergs und einer bis in die frühen Morgenstunden anhaltenden Party in einer angemieteten Diskothek. Mit diesem gelungen Mix aus Nachdenklichkeit, Seriosität und ausgelassenem Feiern setzte der erste Abschlussjahrgang der TOB den Maßstab für die folgenden Generationen, die ihnen folgen werden.

Tolle Leistung beim „WEBbewerb“

Gleich bei ihrer ersten Teilnahme erreichte das „TOB TEAM 8c“ einen beachtlichen zweiten Platz des diesjährigen „Webbewerb“ der Kölnischen Rundschau für die oberbergischen Schulen. Am Ende fehlte lediglich ein Punkt zum Sieg und damit zum Weiterkommen auf überregionaler Ebene. Doch dieser zweite Platz  mindert den Erfolg nicht im Geringsten. Denn schließlich sind die Sieger zwei Jahre älter und besuchen bereits die 10.Klasse der Realschule Gummersbach Hepel. Darüber hinaus verfügten sie über die Erfahrung aus dem Vorjahr und wussten was auf sie zu kam.

Für die Schülerinnen und Schüler der 8c waren die kniffligen Recherche-Aufgaben im Internet Neuland und sie stellten schnell fest, dass Suchmaschinen nicht auf Anhieb alles finden, was man sucht. Doch das Team lernte schnell, setzte sich zunächst gegen vier Teams aus der eigenen Schule durch und schaffte es schließlich ins oberbergische Finale. Am Ende hatten sie fast alle 350 Schüler aus elf Schulen des Oberbergischen Kreises hinter sich gelassen. Darauf können Luc Rutzen, Jonas Zils, Laura Schmidt, Lisa Söhnchen und Lynn Krämer zu Recht stolz sein. Im nächsten Jahr wollen sie erneut teilnehmen und dann ihren Erfahrungsschatz ebenfalls für den Sprung nach ganz oben nutzen.

Angekündigte Hitzewelle

Liebe Eltern, aufgrund der angekündigten hohen Temperaturen kann es sein, dass in den nächsten Tagen der Unterricht vorzeitig beendet wird (Hitzefrei). In diesem Fall werden wir um 12.35 Uhr die Schülerinnen und Schüler entlassen. Sollten Sie für Ihr Kind eine Betreuung bis zum Ende der regulären Unterrichtszeit wünschen, bitten wir Sie, dieses in den Schulplaner einzutragen.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bestellte Mittagessen selbstverständlich in der Mensa eingenommen werden können.

Berufswahlparcours

Zum ersten Mal in Eigenregie war die Sekundarschule Wiehl Gastgeber des Berufswahlparcours der Oberbergischen Koordinierungsstelle e. V. In der Aula des Bielsteiner Schulzentrums wurden den Schülerinnen und Schülern über zwanzig Ausbildungsberufe aus dem Einzugsgebiet der Schule an Mitmach-Stationen präsentiert. Die unterschiedlichen Berufe mit typischen Tätigkeiten oder Abläufen erläuterten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, die diesen Parcours bereits im Vorjahr mit Unterstützung der ausgelaufenen Hauptschule durchlaufen hatten, ihren Mitschülern der jüngeren Jahrgangsstufe. Weitere Stationen stellten ortsansässige Betriebe und Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und Auszubildenden.

Beispielsweise die Verarbeitungstechnik einer innovativen metallischen Farbe konnten die Jugendlichen am Stand der Malerei Stranzenbach aus Wiehl erproben und das Ergebnis auch mit nach Hause nehmen. Der Malerbetrieb möchte einerseits das Projekt mit seiner Anwesenheit unterstützen, im Idealfall allerdings auch einen geeigneten Auszubildenden gewinnen. „Auf diesem Weg haben wir die Chance jemanden zu finden. Wenn wir so etwas nicht machen, finden wir eher keinen“, beschreibt Eric Stranzenbach seine Motivation. Genauso geht es auch den anderen Unternehmen, die meist einen erheblichen Aufwand betrieben haben, um sich und ihre Arbeit potentiellen Auszubildenden zu präsentieren.

Von den großen Wiehler Firmen wie BPW, Kampf, Kind & Co., über Handwerksbetriebe bis hin zu Hotel- und Gastgewerbe, wie dem „Hotel zu Post“, die auf diesem weg schon zwei Azubis finden konnten, gab es überall etwas zu konstruieren, zusammen zu setzen und auszuprobieren. „Den Jugendlichen wird hier ein roter Teppich an Möglichkeiten ausgerollt“, freute sich Claudia Wandschneider von der Koordinierungsstelle von dem Angebot der Unternehmen an die Jugendlichen. „Diese Unternehmen sind zugleich Mitglieder des Vereins und unterstützen uns bei dem Ziel möglichst viele Jugendliche in eine passende Ausbildung zu bringen und natürlich dem ständig steigenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken“, so Wandschneider weiter. Gefördert wird das Projekt inzwischen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem europäischen Sozialfonds Der Berufswahlparcours ist ein großer Schritt auf der Zielgeraden der Sekundarschüler vor dem Schulabschluss auf dem Weg ins Berufsleben.

Neben dem Azubi-Speed-Dating ist dies eine von zwei Veranstaltungen, wo die Firmen direkt in Kontakt mit den künftigen Schulabgängern treten können. „Die Veranstaltungen in unserem Haus werden von den Firmen sehr geschätzt. Die für die Schülerinnen und Schüler vertraute Umgebung sorgt für eine angenehme und unverkrampfte, aber durch die Organisationsform trotzdem verbindliche Atmosphäre“, freut sich Isa Faulenbach, Leiterin der Berufsoreintierung an der TOB, über den Erfolg beider Veranstaltungen. „Sowohl für die Firmen, als auch für die Jugendlichen geht es um viel, das ist an der Ernsthaftigkeit, wie beide Seiten die Gespräche angehen zu spüren“, so Faulenbach weiter. Gut 45 Minuten hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit sich einige Berufsbilder anzuschauen. Wem dies nicht reichte, konnte nach Absprache mit seinen Lehrern im Laufe des Vormittags noch ein Mal wieder kommen. Umgekehrt wollten auch schon Betriebe
bestimmte Jugendliche wieder sehen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz waren selten besser.